Neue Veröffentlichung

Hydrogen Law in Europe

Visual Hydrogen Law in Europe

Der stellvertretende wissenschaftliche Direktor des IKEM, Michael Kalis, hat gemeinsam mit seinen Mitherausgeber:innen Sirja-Leena Penttinen und Kim Talus einen Sammelband zum Wasserstoffrecht in Europa veröffentlicht. Das Buch bietet eine umfassende Analyse des Rechtsrahmens für Wasserstoff im Kontext der europäischen Energie- und Klimaschutzpolitik.

Wasserstoff wird als wichtiger Baustein auf dem Weg Europas zur Klimaneutralität und zur Stärkung der Versorgungssicherheit betrachtet. Entsprechend existieren politische Zielvorgaben, Produktion und Nutzung von Wasserstoff deutlich auszuweiten. Der Aufbau einer solchen Wasserstoffwirtschaft und das entstehen von Wasserstoffmärkten erfordern neben technologischen Innovationen und Investitionen auch einen kohärenten und anpassungsfähigen Rechtsrahmen.

Der Sammelband Hydrogen Law in the European Union and Europe vereint Beiträge führender Wissenschaftler:innen und Praktiker:innen und untersucht systematisch das sich herausbildende Wasserstoffrecht. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette werden regulatorische Entwicklungen analysiert – von Produktion und Zertifizierung über Infrastruktur und Marktdesign bis hin zu Förderinstrumenten und internationalem Handel. Dabei wird Wasserstoff in den größeren Zusammenhang des europäischen Energie- und Klimarechts eingeordnet. Zentrale Begriffe wie erneuerbarer und kohlenstoffarmer Wasserstoff werden ebenso behandelt wie Querschnittsthemen, etwa Beihilferecht, Netzregulierung, Planung, Öffentlichkeitsbeteiligung und Fragen der Gerechtigkeit. Ergänzend liefern Fallstudien, etwa zu sogenannten Hydrogen Valleys/Hubs und zu Kooperationen mit Drittstaaten, einen vertieften Einblick in aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze.

Die Beiträge zeigen, dass sich in der EU ein umfassendes Regelwerk entwickelt hat, in dem Wasserstoff kein isoliertes Politikfeld darstellt, sondern verschiedene Bereiche des EU-Rechts integriert ist. Gleichzeitig wird deutlich: Das bestehende Recht ist zwar geeignet, Grundlagen für das Entstehen von Wasserstoffmärkten zu legen – für die Weiterentwicklung zu stabilen und ausgereiften Märkten reicht es bisher jedoch noch nicht aus. Dazu Michael Kalis:

„Die Wasserstoffmärkte in Europa befinden sich noch im Aufbau und entwickeln sich unter Bedingungen großer Unsicherheit. Unser Sammelband zeigt, dass EU-Wasserstoffrecht als ein sich entwickelnder, experimenteller Rahmen verstanden werden muss – ein Rahmen, der durch Praxis lernt, sich kontinuierlich anpasst und ambitionierte Klimaziele mit wirtschaftlichen und technologischen Realitäten in Einklang bringt. Sein Erfolg wird letztlich davon abhängen, ob es gelingt, anpassungsfähig zu bleiben, ohne an Glaubwürdigkeit zu verlieren, ambitioniert zu sein, ohne den Realismus einzubüßen, und wirksam zu regulieren, ohne seine Legitimität zu gefährden.“

Das Buch ist als Printausgabe bei Routledge erschienen und online über Taylor & Francis verfügbar.

Die Beiträge zu diesem Band wurden durch nationale und europäische Fördermittel für Forschungsprojekte ermöglicht. Gefördert wurden unter anderem das THERESA Network (im Rahmen der EU Marie Skłodowska-Curie Actions), 2IMATCH (durch den Finnischen Strategischen Forschungsrat) sowie IFZO FragTrans (durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt).

Kontakt

Ansprechpartner:in für Presseanfragen

IKEM – Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität e.V.

Publikation

Kalis, Michael; Penttinen, Sirja-Leena; Talus, Kim [Hrsg.]

Hydrogen Law in the European Union and Europe

Routledge, London.

Projekt

Interdisziplinäres Forschungszentrum Ostseeraum

Als Partner des IFZO analysieren Forscher:innen des IKEM rechtliche und gesellschaftspolitische Aspekte der Energiewende im Ostseeraum.

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IKEM and EUETH will be hosting a series of side events at this year’s climate negotiations to discuss the energy-climate-defense nexus, the reconstruction of Ukraine’s energy system, and nature-based solutions for climate mitigation.