An der Schnittstelle zwischen Wasserstoff- und CO₂-Infrastrukturen zeigen sich nicht nur Herausforderungen, sondern auch zahlreiche Synergiepotenziale. Als Mitglied der TransHyDE 2.0-Initiative arbeiten wir an der Verknüpfung dieser Aspekte und betrachten den Austausch als elementaren Entwicklungsschritt. Daher laden wir Sie herzlich zum digitalen Kick-Off der Plattform „CO2-Infrastruktur“ ein. Damit soll ein Raum für Austausch und Kooperationsmöglichkeiten mit Branchenvertretern an der Schnittstelle zwischen Wasserstoff- und CO₂-Infrastrukturen ermöglicht werden.
Die Veranstaltung findet online am Dienstag, den 10. März 2026, von 10:00 bis 12:00 Uhr statt. Bitte melden Sie sich über unten stehenden Link an.
CO2-Emmissionen lassen sich in der Industrie nicht vollständig vermeiden. Umso wichtiger ist daher der Aufbau einer leistungsfähigen CO2-Infrastruktur. Sie ist eine zentrale Voraussetzung, um die nationalen und europäischen Klimaziele zu erreichen und zugleich die Wettbewerbsfähigkeit energieintensiver Industrie zu sichern.
Zu diesem Zweck wurde 2025 die TransHyDE 2.0 Initiative als umsetzungsorientierte Fortsetzung des Wasserstoff-Leitprojekts TransHyDE gegründet; letzteres wurde bis Ende 2025 durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert. Ziel der Initiative ist es, Akteure aus Industrie, Forschung und Verbänden zusammenzubringen und so aktiv den Aufbau einer Transport- und Speicherinfrastruktur für Wasserstoff, dessen Derivate und Trägermedien sowie CO2 mitzugestalten – wirtschaftlich, nachhaltig und lokal mitgetragen. Dafür sind zahlreiche Umsetzungs- und Forschungsplattformen entstanden.
Die Plattform „CO2-Infrastruktur“ widmet sich der Erarbeitung von Vergleichsstudien, der Erforschung von Technologien sowie der Umsetzung von Projekten entlang der gesamten CO2-Liefer- und Nutzungskette. Im Zentrum stehen hierbei nicht nur Abscheidungstechnologien, sondern auch Transport- und Speicheroptionen. Dabei soll neben der systemanalytischen (bspw. durch Kostenanalysen) auch die technische Ebene (bspw. Verfahrensweiterentwicklung) betrachtet werden.
Auf diese Weise entstehen praxisnahe Projektansätze, Erfahrungen werden gebündelt und Industrie, Forschung sowie Infrastrukturakteure treten in einen engen Austausch.
Das IKEM bringt sich als aktiver Partner ein: Durch die Erarbeitung einer regulatorischen Roadmap für den CO2-Hochlauf sollen die nationale und europäische Regulierung fortentwickelt werden, um künftige Rechtsunsicherheiten zu vermeiden. Daneben sollen mittels einer CO2-Akzeptanzanalyse sowie der Entwicklung geeigneter Kommunikationsstrategien Handlungsempfehlungen für die soziale Genehmigungsfähigkeit von Leitungen, Hubs und Speichern erarbeitet werden.