KlimAW

Welchen Beitrag können Kläranlagen zum Klimaschutz leisten und welche rechtlichen Barrieren müssen dafür fallen?

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Welchen Beitrag können Kläranlagen zum Klimaschutz leisten und welche rechtlichen Barrieren müssen dafür fallen?

Projekt

Aus den zuletzt im Klimaschutzplan 2050 festgelegten klima- und energiepolitischen Zielsetzungen der Bundesregierung ergibt sich auch im kommunalen Kontext erheblicher Handlungsbedarf. Hier rückt die Abwasserwirtschaft in den Fokus, denn sie ist in vielen Kommunen der größte Energie-Einzelverbraucher. Gleichzeitig wird in Kläranlagen nutzbare Energie in Form von Gas, Strom oder Wärme erzeugt – mitunter ein wichtiger Baustein im regionalen Energiesystem.

Das Projekt sollte ermitteln, welchen Beitrag die Abwasserwirtschaft zur Erreichung von Klimaschutz- und Energieeffizienzzielen leisten kann und welche Anpassungen des Rechtsrahmens dabei unterstützend wirken können. Es wurden verschiedene technische Optionen untersucht und miteinander verglichen. Dabei sollten Anpassungsbedarfe hinsichtlich einer konsequenten Optimierung von Kläranlagen sowie hinsichtlich deren Einbindung in das Energiesystem identifiziert und umsetzungshemmende Faktoren aufgezeigt werden. Hierzu wurden auch die Wechselwirkungen mit dem Energiemarkt bzw. dessen Anforderungen und relevanten Rahmenbedingungen bei den Fragestellungen berücksichtigt.

Das IKEM analysierte den energie- und abwasserspezifischen Rechtsrahmen. Es wurden Voraussetzungen und Hemmnisse einer flexiblen Fahrweise von Kläranlagen (verbrauchs- und erzeugungsseitig) untersucht und die Rahmenbedingungen für die Wärmeerzeugung auf Kläranlagen betrachtet. Darüber hinaus wurde geklärt, inwieweit Kläranlagen in kommunaler Hand „aufgabenfremde“ Tätigkeiten, wie beispielsweise die Regelenergiebereitstellung oder die Wärmevermarktung, wahrnehmen dürfen.