Projektauftakt HEAT

Projektauftakt HEAT

HEAT-Pressekonferenz mit (v.l.n.r) Matthias Hartwig (IKEM), Udo Wehner (IAV), Senator Frank Horch (Freie und Hansestadt Hamburg – BWVI), Henrik Falk (Hochbahn), Manfred Fuhg (Siemens) und Dr. Maike Jipp (DLR).

Mit einer Pressekonferenz ist am 1. Juni das Forschungs- und Entwicklungsprojekt HEAT (Hamburg Electric Autonomous Transportation) in der Hamburger HafenCity gestartet. Das ambitionierte Ziel des Projekts ist die Integration fahrerloser Kleinbusse in den regulären Verkehr.

Im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsprojektes HEAT (Hamburg Electric Autonomous Transportation), gefördert durch das Bundesministerium für  Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, soll die Integration autonom fahrender Kleinbusse in den realen Stadtverkehr untersucht, entwickelt, getestet und umgesetzt werden. Dies bedeutet, dass die Fahrzeuge mit bis zu 50 km/h unterwegs sein werden. Ein solches Vorhaben wird weltweit Maßstäbe setzen.

Neben dem eigens für dieses Projekt entwickelten Fahrzeug stehen vor allem Fragen nach der verkehrs- und informationstechnischen Infrastruktur, der digitalen Leittechnik und den technischen Schnittstellen im Fokus des Vorhabens. Wichtigstes Projektziel ist der Nachweis, dass die autonom fahrenden Kleinbusse im öffentlichen Nahverkehr eingesetzt werden können. Die Erprobungsstrecke für die emissionsfreien Elektrobusse liegt in Hamburgs HafenCity in unmittelbarer Nähe zur Elbphilharmonie. Im Rahmen einer Pressekonferenz erfolgte am 1. Juni der offizielle Startschuss für das Projekt durch die beteiligten Partner Freie und Hansestadt Hamburg (BWVI), Hamburger Hochbahn, Siemens, IAV, DLR und IKEM.

Das IKEM übernimmt die rechtliche Begleitung des Projektes HEAT. Hier geht es in erster Linie darum, im Rahmen des Projektes die jeweils erforderlichen Genehmigungen und Zulassungen sowie die daraus abgeleiteten Anforderungen an das Fahrzeug, die Infrastruktur und den regelmäßigen Betrieb mit Fahrgästen zu erreichen. Auch hier wird das HEAT-Projekt Pionierarbeit leisten, denn das autonome Fahren auf Level 5 (ohne Fahrer) wird vom geltenden Rechtsrahmen derzeit noch nicht erfasst. Die Besonderheit beim autonomen Fahren liegt darin, dass die Technik alle Aufgaben des Fahrzeugführers in Bezug auf die Einhaltung der Verkehrsregeln übernehmen muss. Ziel von HEAT ist deshalb auch zu zeigen, wie ein autonomes Fahrzeug ordnungsgemäß und sicher zugelassen werden kann.

Matthias Hartwig, Bereichsleiter Mobilität am IKEM, erklärt dazu: „Der Verkehr auf unseren Straßen ist so komplex, dass es auch in 50 Jahren keine unbegrenzte Zulassung für fahrerlose Fahrzeuge geben wird. Eine eingeschränkte Zulassung für spezifische geprüfte Anwendungsfälle sollte aber schon in wenigen Jahren Routine werden. Deshalb erproben wir das autonome Fahren im HEAT-Projekt in einem klar definierten Einsatzgebiet. Darauf aufbauend müssen Technik und Rechtsrahmen gemeinsam weiterentwickelt werden, um schrittweise neue Anwendungen und Verkehrsräume zu erschließen.“

Ansprechpartner:
Matthias Hartwig
Magazinstraße 15-16 , 10179 Berlin
Tel. +49 (0)30 40 81 87 016
matthias.hartwig@ikem.de

Weitere Informationen:

Komplette Pressemitteilung: Link
Projekt HEAT: Link
Bericht im Handelsblatt: Link
Bericht des NDR: Link
Bericht der FAZ: Link

Kontakt

IKEM – Institut für Klimaschutz,
Energie und Mobilität e.V.