| März 2026

Pieces of Resilience: Zwischen Krise und Transformation

In: KlimR 03/2026, S. 65.
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Abstract

Der Begriff der Resilienz hat in Zeiten globaler Polykrisen stark an Bedeutung gewonnen und verbindet heute Umwelt-, Klima-, Energie- und Sicherheitspolitik. Trotz seiner prominenten Rolle in politischen Debatten bleibt Resilienz im Recht unscharf definiert: Zwischen Flexibilität und begrifflicher Unschärfe schwankt sein Nutzen als Leitkonzept. Während frühere Ansätze vor allem die Rückkehr zum Ausgangszustand betonten, rückt zunehmend ein transformatives Verständnis in den Vordergrund, das Krisen als Impulse für strukturelle Veränderungen begreift. Dies wirft zentrale Fragen danach auf, welche Systeme geschützt, welchen Risiken begegnet und wessen Interessen berücksichtigt werden. Der Beitrag argumentiert, dass Resilienz nur dann eine produktive Orientierung für Recht und Governance bietet, wenn ihre konkreten Bestandteile – etwa adaptive Regulierung, iterative Überprüfungen und sektorübergreifende Koordination – klar benannt und mit rechtsstaatlichen Prinzipien verknüpft werden. So verstanden kann Resilienz helfen, in komplexen Unsicherheiten zu navigieren und Transformationen zu fördern, die zugleich gerecht, demokratisch und nachhaltig sind.

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Klima und Recht

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Zitiervorschlag:
Kopytsia, Ievgeniia: Pieces of Resilience: Zwischen Krise und Transformation. In: KlimR 03/2026, S. 65. 2026.
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IKEM and EUETH will be hosting a series of side events at this year’s climate negotiations to discuss the energy-climate-defense nexus, the reconstruction of Ukraine’s energy system, and nature-based solutions for climate mitigation.