Berliner Energiestammtisch

Steuerung in der Niederspannung: Regulatorik und Umsetzungspraxis

Energiestammtisch im August 2026

Die intelligente Steuerung in der Niederspannung gilt als wichtiger Baustein der Energiewende. Sie ermöglicht die netzdienliche Nutzung von Flexibilitäten, unterstützt die Integration erneuerbarer Energien und kann dazu beitragen, Netzengpässe zu vermeiden. Beim Berliner Energiestammtisch am 26. August 2026 standen die regulatorischen Rahmenbedingungen sowie die Herausforderungen bei der Umsetzung im Mittelpunkt.

Zum Auftakt der Veranstaltung gaben Frank Hirschi, Roland Olbrich und Jendrik Ulfig (HORIZONTE-Group) einen Überblick über die aktuellen regulatorischen Anforderungen sowie Einblicke in laufende Umsetzungsprojekte. Anhand konkreter Praxisbeispiele beleuchteten die Referierenden die digitale Transformation der Niederspannung, den Steuerbox-Rollout sowie Erfahrungen mit Steuerbarkeitstests. Dabei wurde deutlich, dass die Umsetzung nicht nur technisch, sondern auch organisatorisch eine hochkomplexe Herausforderung darstellt. Die Vielzahl regulatorischer Vorgaben erschwert es insbesondere kleineren und mittleren Stadtwerken, die Anforderungen effizient umzusetzen.

Ein zentrales Diskussionsthema war der Stand des Smart-Meter-Rollouts. Trotz der hohen Bedeutung intelligenter Messsysteme für die Digitalisierung der Energiewende liegt Deutschland im europäischen Vergleich weiterhin zurück. Gleichzeitig zeigen die bisherigen Erfahrungen, dass der Rollout von Steuerboxen und die Herstellung der Steuerbarkeit in der Praxis mit erheblichem Aufwand verbunden sind. Neben technischen Voraussetzungen auf Kundenseite sind qualifizierte Fachkräfte und geeignete organisatorische Strukturen bei den beteiligten Unternehmen entscheidende Faktoren für eine erfolgreiche Installation.

Deutlich wurde außerdem, dass die intelligente Steuerung einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung von Netzengpässen leisten und damit den Bedarf für kostenintensive Netzausbaumaßnahmen reduzieren kann. Voraussetzung hierfür sind jedoch belastbare Daten und ein professionelles Datenmanagement. Die Energiewende kann demnach nur gelingen, wenn Datengenerierung, Datenqualität und innovative Datenkonzepte zusammen gedacht werden.

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IKEM – Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität e.V.

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IKEM and EUETH will be hosting a series of side events at this year’s climate negotiations to discuss the energy-climate-defense nexus, the reconstruction of Ukraine’s energy system, and nature-based solutions for climate mitigation.