Energieeffizienz und Klimafinanzierung

Klimaschutz ist mehr als „shifting the trillions“. Wir untersuchen, wie Klimafinanzierung effektiv gestaltet werden kann.

Energieeffizienz und Klimafinanzierung

Klimaschutz ist mehr als „shifting the trillions“. Wir untersuchen, wie Klimafinanzierung effektiv gestaltet werden kann.

Das Team Energieeffizienz und Klimafinanzierung untersucht und bewertet die Finanzierungsoptionen für Klimaschutz und Energiewende auf lokaler, nationaler, europäischer und globaler Ebene.

Die ambitionierten globalen Ziele der Energie- und Klimaschutzpolitik erfordern ein Umdenken. Jene Ziele sind jedoch nur zu erreichen, wenn umfangreiche Investitionen getätigt und Anlagestrategien an Nachhaltigkeits- und Klimaschutzkriterien ausgerichtet werden. Der öffentliche Haushalt kann diese Herausforderung kaum allein stemmen. Aus diesem Grund legt das IKEM ein Hauptaugenmerk der Forschung auf Instrumente zur Aktivierung privater Beteiligungen um vorhandene Energieeffizienzpotentiale besser auszunutzen. Die Wissenschaftler:innen untersuchen die Struktur von Klimainvestitionen, Finanzierungsschemata und -modelle und erarbeiten Empfehlungen für Politik und Wirtschaft.

Das Team Energieeffizienz und Klimafinanzierung arbeitet eng mit bi- und multilateralen Investoren, Regierungen und internationalen Finanzintermediären (IFIs) zusammen. Durch die weltweite Vernetzung und einen permanenten Wissensaustausch hat sich das IKEM eine umfangreiche Expertise im Bereich Klima- und Energieeffizienzfinanzierung erarbeitet. Dieses Wissen bringt das Institut in seine zahlreichen internationalen Klimaschutzprojekte ein, die von der Europäischen Union über Zentralasien bis hin zu Ländern der Gemeinschaft Unabhängiger Staate (CIS) reichen.

IPCC
Teamleiterin des Bereichs Energieeffizienz und Klimafinanzierung Dr. Aleksandra Novikova ist Leitautorin des Vierten Sachstandsberichts und des Sechsten Sachstandsberichts des mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichneten International Panel on Climate Change (IPCC).
Die Aufgabe des IPCC, der im Deutschen oft als Weltklimarat bezeichnet wird, besteht in der regelmäßigen Bereitstellung von Berichten über den aktuellen Wissensstand bezüglich des Klimawandels, um Regierungen auf allen Ebenen mit Information zu versorgen, die sie zur Entwicklung ihrer Klimapolitik nutzen können.

Energiearmut
Energieeffizienz ist eng mit Energiearmut verbunden. Die Energieeffizienz von Wohnungen, die von einkommensschwachen Mietern bewohnt werden, liegt oft unter den Gesundheits- und Komfortstandards. Der Anteil dieser gefährdeten Haushalte in Deutschland ist signifikant. Im Jahr 2019 waren etwa 15% der Haushalte vom Risk der monetären Armut betroffen und können somit als einkommensschwache Haushalte angesehen werden. Die Zahl der einkommensschwachen Haushalte hat zwar in den letzten Jahren abgenommen, es wird jedoch erwartet, dass sie wegen der durch die Covid-19-Pandemie verursachte Wirtschaftskrise wieder ansteigt.

Deutschland, das Weltlabor der Energiewende, stand lange unter Kritik, sich nicht ausreichend mit den Herausforderungen der Energiearmut auseinanderzusetzen. Dieses Phänomen ist bis heute in Deutschland nicht legal definiert. Wir beschäftigen uns bei IKEM an den Herausforderungen für die Energiewende, die dieses soziale Phänomen mit sich bringt, und arbeiten Vorschläge für die Weiterentwicklung der rechtlichen und finanziellen Rahmen aus, um die Energiearmut in Deutschland zu identifizieren und zu bekämpfen.

So wird im Rahmen der Dissertation von Jana Karras untersucht, wie die Mietwohnungen von sozialschwachen Haushalten, die oft auch von der Energiearmut betroffen werden, dekarbonisiert werden können, ohne, dass das Vermieter-Mieter-Dilemma verschärft wird.

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IKEM – Institut für Klimaschutz,
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