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Offener Brief an die Bundesregierung

Praxisorientierte Forschung zur Elektromobilität weiterführen!

Elektromobilität

Ein breites Bündnis von Vertreter:innen aus Forschung und Industrie appellieren an die Bundesregierung, sowohl im Haushalt für das Jahr 2024 als auch darüber hinaus Bundesmittel für anwendungsorientierte Forschung zur Elektromobilität bereitzustellen. In einem Offenen Brief fordern die Unterzeichner:innen, die geplanten Kürzungen und das Auslaufen der Finanzmittel für Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Elektromobilität im Klima- und Transformationsfonds ab 2024 zu überdenken.

Die Entscheidung, diese Mittel zu kürzen und einzustellen, wäre aus Sicht des Bündnisses, bestehend aus mehr als 25 Universitäten, Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Unternehmensnetzwerken, darunter auch das IKEM, sowohl aus klima- als auch aus industriepolitischen Gründen fatal. Das Bündnis warnt davor, dass dies langfristige Schäden für die Transformation des Verkehrssektors, die Erreichung der Klimaziele und den Fortbestand einer Schlüsselindustrie in Deutschland nach sich ziehen könnte.

„Die deutsche Automobilindustrie befindet sich aktuell in einer tiefgreifenden Transformation hin zu elektrischen Fahrzeugen. Um im globalen Wettbewerb zu bestehen und die deutschen Klimaziele zu erreichen, ist es von entscheidender Bedeutung, einen robusten heimischen Markt für Elektromobilität zu etablieren. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund des ambitionierten Ziels der Bundesregierung, bis 2030 15 Millionen Elektroautos und ein Drittel der Lkw-Fahrleistung elektrisch zu gestalten“, sagt Matthias Hartwig, Leiter des IKEM-Fachbereichs Mobilität und Mitunterzeichner des Offenen Briefs.

Staatlich geförderte Forschungsprojekte im Bereich Elektromobilität spielen dabei eine Schlüsselrolle, indem sie unabhängiges Wissen über leistungsfähige Ladeinfrastruktur, stabile Wertschöpfungsketten und innovative Industrien wie die Batterieproduktion und das Recycling schaffen. Dieses Wissen ist essentiell für die erfolgreiche Umsetzung der Transformation in Politik, Verwaltung und Industrie.

Der jüngste Appell des Bündnisses warnt vor den Folgen der aktuellen Kürzungen im Forschungsbudget für die zukünftige industrielle Kompetenz und Leistungsfähigkeit Deutschlands in diesem strategisch wichtigen Zukunftsfeld. Der Verlust von Expertise und die damit einhergehende Einschränkung der politischen und wirtschaftlichen Handlungsfähigkeit würden erhebliche Auswirkungen auf den Standort Deutschland haben. Daher ist es von höchster Bedeutung, dass in den kommenden Jahren ausreichende Bundesmittel für Forschungsprojekte im Bereich Elektromobilität bereitgestellt werden, um die ökologische und industriepolitische Transformation im Verkehrssektor erfolgreich voranzutreiben.

Mitunterzeichner:innen des offenen Briefs „Praxisorientierte Forschung zur Elektromobilität weiterführen!“ sind:

Bündnispartner

Kontakt

Ansprechpartner:in für Presseanfragen

Dennis Nill

Dennis Nill

dennis.nill@ikem.de
+49 (0)30 / 408 1870 17

IKEM – Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität e.V.