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Alternative Kraftstoffe in der Seeschifffahrt

Analyse der Klima-Governance in der Europäischen Union und den Ostseestaaten

Containerschiff am Hafen

Im Rahmen des Forschungsvorhabens CAMPFIRE hat das Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität (IKEM) zwei Publikationen veröffentlicht, die sich mit dem Rechtsrahmen für die Dekarbonisierung des Schiffsverkehrs und dem Einsatz von Ammoniak in der Ostsee befassen:

– Eine Studie, die die Klima-Governance der Europäischen Union sowie von fünf Ostseeanrainern (Dänemark, Deutschland, Finnland, Polen und das Nicht-EU-Land Norwegen) untersucht und regulatorische Hürden für den Ammoniak-Einsatz identifiziert.

– Ein Factsheet (in Deutsch und Englisch) mit Empfehlungen zur Anpassung und Weiterentwicklung des Rechtsrahmens für die Förderung von Ammoniak als Schiffskraftstoff.

„Saubere Alternativen sind unter den gegenwärtigen rechtlichen Rahmenbedingungen und angesichts weiterhin niedriger Kohlenstoffpreise nicht wettbewerbsfähig. Im Zuge des ‚Fit-for-55‘-Pakets hat die Europäische Union Impulse für die Dekarbonisierung, auch in der Schifffahrt, gesetzt. Die Einbeziehung der EU-Schifffahrt in das europäische Emissionshandelssystem ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Zudem hat die ‚FuelEU Maritime‘-Verordnung das Potenzial, Anreize für Ammoniak als alternativen Treibstoff zu schaffen. Um Investitions- und Rechtssicherheit sicherzustellen, wäre es förderlich, Ammoniak als Energieerzeugnis rechtlich anzuerkennen und Steuererleichterungen für seine Verwendung als Treibstoff für Schiffe vorzusehen. Darüber hinaus sind konkrete Ziele für den Ausbau der entsprechenden Infrastruktur in Häfen notwendig, um einen erfolgreichen Ammoniakhochlauf zu gewährleisten“, erklärt Mariana Moreno Kuhnke, Studienautorin und Leiterin des Fachbereichs Energierecht am IKEM.

Über CAMPFIRE:
Die Publikationen entstanden im Teilprojekt CF09 Green Baltic Cruising des Forschungsvorhabens CAMPFIRE – gefördert durch das Programm „WIR! – Wandel durch Innovation in der Region“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Das CAMPFIRE Partnerbündnis entwickelt Technologien für die Erzeugung und Nutzung von grünem Ammoniak als maritimen Kraftstoff und Energiespeicher.

Weitere IKEM-Veröffentlichungen zum Thema Ammoniak finden Sie auf der CAMPFIRE-Projektseite.

Kontakt

Ansprechpartner:in für Presseanfragen

Helena Heinrich

Helena Heinrich

helena.heinrich@ikem.de
+49 (0)30 / 408 1870 17

IKEM – Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität e.V.